Sanierung, Modernisierung und Umnutzung des denkmalgeschützten Meierhofes in Achum von 1649

Die Maßnahmen wurden in zwei Bauabschnitte gegliedert, da das Gebäude auch während der Bauzeit von den Eigentümern genutzt werden musste. Im ersten Bauabschnitt wurde zunächst der ehemalige Wohnwirtschaftsteil saniert und zur Nutzung als Dielencafe der Familie Schütte umgestaltet. Im zweiten Bauabschnitt ist das Kammerfach mit Teilen des Flettbereiches saniert und modernisiert worden. Im Zuge der Sanierung musste das Fachwerk weitestgehend entkernt werden. Die abgängige Konstruktion wurde gerichtet und hydraulisch um ca. 20 cm angehoben. Zerstörte und marode Hölzer und Anschlüsse wurden durch Eichenbalken ersetzt und nach historischem Vorbild miteinander verbunden. Die Gründung wurde soweit erforderlich mit Sandsteinblöcken erneuert. Die westliche Kübbungswand, zum heutigen Parkplatz, ist nach Abbruch des Stalles, nach dem Vorbild der östlichen Wand rekonstruiert worden. Die äußeren Gefache wurden mit Vollziegel ausgemauert und mit einem Putz aus Trass-Kalk versehen. Aus bauphysikalischen Gründen unter der Berücksichtigung der Problematiken bei Innendämmung wurden an die Außenwände innenseitig Holzwolleleichtbauplatten (sog. „Sauerkrautplatten“) angebracht, die ebenfalls mit Kalkmörtel verputzt wurden. Im Innenbereich benötigte der Bau gemäß des heutigen Standards eine neue Bodenplatte. Im Bereich der Diele erhielt der Betonboden wie auch der spätere Belag nach altem Vorbild ein leichtes Gefälle. Der Tischler fertigte denkmalgerechte Fenster und Außentüren nach historischem Vorbild aus Eiche. Gleiches gilt auch für die Innentüren, Klappen und Luken. Lediglich für das zurückliegende Dielentorelement erfolgte der Einbau einer Aluminium-Glaskonstruktion. Die schmalen Profile lassen das Element filigraner und somit weniger auffällig erscheinen. Die Dacheindeckung wurde mit Ton-Hohlziegeln erneuert. Eine den Brandschutzanforderungen entsprechende Trennung zwischen Wohnteil und Dielencafe wurde ebenso berücksichtigt wie die Anforderungen an den Wärmeschutz (EnEV). Die Gebäudetechnik wurde nach heutigem Bedarf erneuert.
2003 war die Sanierung und Umnutzung erfolgreich abgeschlossen.

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