Sanierung und Umbau des Bahnhofempfangsgebäudes in Haste
Das Bahnhofempfangsgebäude in Haste steht seit vielen Jahren leer. Vorrangiges Ziel ist es, das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahre 1850 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu erhalten.
Die flach geneigten Dächer waren in den letzten Jahren undicht. Das eingedrungene Regenwasser verursachte erhebliche Feuchtigkeitsschäden am Gebäude. Etliche Dach- und Deckenkonstruktionen sind durch Schwammbefall einsturzgefährdet und müssen ersetzt werden. Die geplante Fassadensanierung soll neben der Entfernung von Altanstrichen, die Wiederherstellung der Gesimse und Verzierungen auch den Neuanstrich umfassen. Das Dach ist nach dem Austausch von maroden Hölzern neu einzudecken. Vorgesehen ist eine Eindeckung aus Naturschiefer. Die vorhandenen Fenster und Türen sollen durch denkmalgerechte Elemente ersetzt werden.
Es ist die Nutzung im Erdgeschoss durch ein Dienstleistungsbüro, ein Restaurant, einen Kiosk, eine Poststelle und ein Reisebüro geplant. Es soll zudem ein ansprechender Wartebereich für die Reisenden neu gestaltet werden. Auch der Neubau von öffentlichen Toiletten ist angedacht. Im Obergeschoss ist zusätzlicher Platz für Büroräume sowie eine Praxis geplant. Durch die unterschiedlichen Gewerbebereiche soll eine zusätzliche Belebung des Gebäudes erzielt werden. Das Kellergeschoss soll hauptsächlich für Lager- und Nebenräume der angemieteten Gewerbe genutzt werden. Die Haustechnik, wie Heizung und Hausanschlüsse, wird ebenfalls im Kellergeschoss untergebracht.
Die öffentliche Nutzung wird über 4 Eingänge ermöglicht. Bei geöffnetem Kiosk und Reisebüro steht je ein direkter Zugang zum Bahnsteig zur Verfügung. Der Haupteingang auf der Südost-Seite (Bahnhofvorplatz) soll durch eine Rampe behindertengerecht ausgebildet werden. Der Eingang auf der Südwestseite ist ebenfalls barrierefrei zu erreichen. Im Mittelteil des Gebäudes wird ein Wartebereich, wie ursprünglich vorhanden, und ein Treppenhaus mit Aufzug eingerichtet. Um im Brandfall die Fluchtmöglichkeiten zu gewährleisten, muss das Treppenhaus als in sich geschlossener Bereich mit direktem Ausgang ins Freie konzipiert werden. Eine Verbindung der Durchgangs- und Seitenbereiche ist bewusst vorgenommen, um belebte und stillere Bereiche zu vereinigen und die Reisenden durch Infowände (Stadtplan, Fahrpläne, Ausstellungsflächen etc.) zu informieren.
Um die geplanten Nutzungen zu realisieren, sind umfassende Um- und Ausbaumaßnahmen erforderlich. Die Haustechnik (Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektrik) ist komplett neu zu installieren. Es sind Treppenanlagen neu herzustellen. Alle Fußbodenaufbauten sind neu aufzubauen. Fliesen und andere Bodenbeläge sind herzustellen. Die Decken sind zu dämmen, Wände sind neu zu errichten und Brandschutzmaßnahmen werden erforderlich. Ein Aufzug soll alle Geschosse verbinden und wird in die neu geplante Treppenanlage integriert.
Zur Zeit werden Fördermittel für die umfangreiche Baumaßnahme bei unterschiedlichen Stellen beantragt. Zeitgleich werden interessierte Nutzer gesucht. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an unser Büro.
Nachfolgend sind die Entwurfspläne für die mögliche Nutzung dargestellt. Bei Anklicken der Planbezeichnung kann ein Download der Zeichnung erfolgen.
Entwurfsplan für die Nutzung im Erdgeschoss
Entwurfsplan für die Nutzung im Obergeschoss
Entwurfsplan für die Nutzung im Kellergeschoss